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- Dr. Awi Wiesel (Kinderklinik Mainz)
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Fragestellungen der Prävention sind für die Kinderheilkunde in der Praxis von zunehmender Bedeutung. Im Bereich der primären Prävention ist die frühe Prägung der gesundheitlichen Langzeitentwicklung bis ins Erwachsenenalter durch die Auswirkungen intrauteriner Expositionen auf das ungeborene Kind ein Thema von hoher Aktualität.
Neben der primären Prävention von Krankheiten stellt auch die Früherkennung von Krankheiten als sekundäre Prävention ein zentrales Anliegen kinderärztlicher Tätigkeit dar. Ziele sind die Vermeidung von Erkrankungen, die Verbesserung der Prognose, die Vermeidung von Langzeitschäden und von negativen Folgen eines intrauterinen „Programming“.
In der kinderärztlichen Praxis sind die Früherkennungsuntersuchungen ein wesentliches Element der primärärztlich ambulanten Kinderheilkunde. Hierbei ist die Zielrichtung der Früherkennungsuntersuchungen eindeutig als sekundäre Prävention definiert. Neben der Konzeption zur Frühdiagnose somatischer Erkrankungen wird in den letzten Jahren zunehmend auch eine Frühdiagnose von Entwicklungsstörungen und Verhaltensstörungen gefordert.
Somit ist essentiell, dass es sich um eine definierte, populationsbezogene genau beschriebene Stichprobe mit vielen erfassten Cofaktoren (z. B. pränatale Einflüsse) und kein selektioniertes Kollektiv (z. B. hospitalbezogen) handelt. Somit können mögliche Effekte wirklichkeitsnah beobachtet und entsprechende Konsequenzen ohne weitere Schätzungen zur Gewährleistung der Generalisierbarkeit der Ergebnisse abgeleitet werden.
FZSE-IT